Fellpflege Routine -Bürsten und Kämme im Test-

Eine Frage vorweg…

Wie viele Hundebürsten und Kämme hast du schon gekauft?

Ich kann diese Frage schlicht und einfach mit viel zu viele beantworten…

Aber man kann sich ja auch kaum dagegen wehren, es kommen schließlich immer wieder neue Bürsten und Kämme auf den Markt und was neu auf den Markt kommt stellt alles bereits dagewesene in den Schatten, ist also quasi nix mehr wert und völlig überholt, suggeriert zumindest die Werbung.

Es gibt wirklich sehr viele Fellpflegeartikel in Form von Bürsten, Kämmen und Fellpflegehandschuhen auf dem Markt, sogar Aufsätze für den Staubsauger gibt es mittlerweile, damit hat man dann praktisch zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, Fell gepflegt und die Hundehaare fliegen nicht durch die ganze Wohnung oder durchs Haus, sondern sind gleich verschwunden und es soll tatsächlich Hunde geben, die das mögen… Von unseren Hunden ist allerdings keiner dabei, der den Einsatz des Staubsaugers auf dem Fell als angenehm empfinden würde, das Thema Staubsauger ist jedoch schon einen eigenen Artikel wert.

Wie ich ja schon erwähnte, habe ich bzw. wir hier in der WG viele Hundebürsten und Kämme, empfinde ich zumindest so, es wird mit Sicherheit Hundebesitzer geben, die unser Repertoire noch überbieten können. Aber wir haben ja schließlich auch vier Hunde mit unterschiedlichem Fell, alle außer Luna sehr Pflege intensiv. Na, wenn das mal nicht eine prima Ausrede ist.

Odin ist ein waschechter Tibet Terrier und diese Rasse ist bekannt dafür, dass sie eher Haare als Fell haben, lang und seidig glänzend im Idealfall…

Luna hat ein Pudelfell und ist unser Lockenmädchen. Ihr Fell ist am pflegeleichtesten was das Bürsten angeht, denn Sie braucht so gut wie keine Bürste an ihrem Fell, ausgenommen von ihren Pfoten und dem Intimbereich.

Sola, eine Mischung aus Chinese Crested Powderpuff und Hairless hat auch eher Haare als das man es Fell nennen kann. Aber irgendwie sind es auch eher Fusseln ohne viel Unterwolle und ihr Fell bzw. Haar ist eher brüchig.

Joy, die Powderpuff Variante des Chinese Crested hat etwas mehr Unterwolle und sieht mit langem Fell aus wie ein explodiertes Kissen und verfilzt sehr schnell und wurde vor ca. 2 Monaten geschoren.

Und nur mal so nebenbei bemerkt, mag keiner unserer Hunde die Fellpflege und es ist wirklich immer ein Geduldsspiel sowohl für die Hunde, als auch für uns Meistens ist es echt zum Haare raufen, weil das bürsten in der Regel nur in Etappen möglich ist, weil Hund und Mensch einfach kurze Pausen brauchen.

Aber nun zu den Kämmen und Bürsten die wir für unsere Fellnasen benutzen.

Haarentwirrer

Eigentlich für das menschliche Haar gedacht, nutze ich diese Bürste, die einem Pferdestriegel ähnelt gerne für die Fellpflege von Sola und Joy, sie ist bedeutend sanfter als die Zupfbürsten, wie der Name schon sagt, zupfen die ja eher und zupfen kann auch manchmal unangenehm werden. Deshalb benutze ich diese Bürste ganz zu Beginn der Fellpflege um den groben Schmutz falls vorhanden und Knoten zu lockern bzw. zu lösen. Den Haarentwirrer bekommt man in jedem Drogeriemarkt.

Die Furminator® Zupfbürste

Ist für mittellanges bis langes und dichtes Fell geeignet. Der Bürstenkopf ist flexibel und fügt sich dadurch an die Körperform des Hundes an.

-Wieso habe ich jetzt das Bild von Doktor Best im Kopf, der die Zahnbürste an eine Tomate drückt ?-

Ein bisschen Abschweifen muss sein…

Also, die Furminator® Zupfbürste hat ganz feine Metallborsten, die ich im Wechsel mit der kleineren Zupfbürste benutze, dadurch lassen sich kleine Knoten und auch Unterwolle sehr gut entfernen. Mit der Furminator® Bürste erziele ich tatsächlich gute Ergebnisse und das Fell glänzt seidig. Allerdings sind diese Bürsten bei Sola und Joy auf der Beliebtheitsskala nicht ganz oben, oder besser gesagt, gar nicht vorhanden. Die kleine Bürste benutze ich gerade auch für den Bereich an den Ohren, denn gerade hinter den Ohren verstecken sich ganz besonders gerne die Filzknoten wie sich Wollmäuse unter’m Sofa verstecken.

Der Fellentwirrungskamm

Mit seinen sich drehenden Zinken kommt man leichter durch das lange Haarkleid von Odin und Sola. Da sich die Zinken drehen, bleibt er nicht so sehr im Fell hängen. Diesen Kamm benutze ich im Wechsel mit den anderen Kämmen zum Schluss der Fellpflege um sicher zu stellen, dass auch wirklich alle Knoten raus sind.

Manchmal kommt auch die Schere zum Einsatz. Ich schneide das verfilzte Fell jedoch nur in Ausnahmefällen ab. Vielmehr gehe ich mit der Schere hinter den Haarknoten, sofern er nicht direkt an der Haut festsitzt, was aber auch eher selten vorkommt und durchschneide praktische den Filz in Wuchsrichtung des Fells. Das sollte man allerdings wirklich nur machen, wenn man eine geübte und ruhige Hand hat und der Hund still hält. Sonst besteht böse Verletzungsgefahr und ist den Filzknoten nicht wert.

Solas Fell nach dem Bürsten

Fazit:

Ich bin der Meinung, die ultimative Bürste oder den ultimativen Kamm für die Fellpflege meiner Hunde gibt es bisher noch nicht auf dem Markt. Ich komme nicht drum herum, mehrere Bürsten und Kämme zu benutzen und bin noch nicht ganz zufrieden mit dem, was jeder einzelne Artikel bewirkt. Die besten Ergebnisse und somit Testsieger ist für mich die Furminator® Zupfbürste.

Demnächst wird es hier auch einen Artikel darüber geben, wie man die Fellpflege etwas angenehmer gestalten bzw. den Hund davon überzeugen kann, dass es zwar nicht schön, aber auszuhalten ist. Daran arbeite ich nämlich gerade 😉

Welche Bürsten und Kämme benutzt ihr für Eure Lieblinge? Lasse es mich gerne in den Kommentaren wissen für Tipps bin ich immer dankbar.

Die hier abgebildete Furminator Zupfbürste ist gerade bei Amazon im Angebot, klickt auf die Bürste und schaut sie Euch mal an.

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Disclaimer:

Die von mir vorgestellten Fellpflegeartikel wurden mir von den Herstellern nicht kostenlos zur Verfügung gestellt, sondern von mir selbst käuflich erworben, weshalb es sich hier auch nicht um Werbung handelt.

Es grüßt euch ganz herzlich

Eure